Mein Besuch bei der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e. V. am 9. Juli 2021

In der Region Wolfenbüttel, Salzgitter und Braunschweig existieren in einem Umkreis von ungefähr 25 km die Atommülllager Schacht Konrad, Asse II, Morsleben sowie die Nuklear-Firma Eckert & Ziegler. Wer auf dem Wolfenbütteler Ratshausmarkt steht, befindet sich ziemlich genau in der Mitte des maroden Atommülllagers Asse II und von Schacht Konrad.

Die Konzentration so vieler Atommülllager lässt sich politisch und historisch v. a. mit der ehemaligen „Zonenrandlage“ erklären. Unsere Region hat nach wie vor einfach zu wenig Lobby und Unterstützung in Hannover und Berlin! Das muss sich dringend ändern! Für mich ist das ein wichtiger Grund, für den Bundestag zu kandidieren.

Als Direktkandidatin von Bündnis 90/Die GRÜNEN im Wahlkreis 49 Salzgitter-Wolfenbüttel war ich am 9. Juli mit Julia Mefs vom Kreisverband Salzgitter zu Besuch bei der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e. V. Nach einer Besichtigung der Vereinsräumlichkeiten und des Archivs haben wir die politische und regionale Situation erörtert.

Dabei wurde mir wieder mal klar, wie stark Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel von der regionalen Atommüllproblematik betroffen sind. Bei der Diskussion kam auch die Frage nach Katastrophenschutz und Evakuierungsplänen auf. Den anwesenden kommunalpolitisch Tätigen waren entsprechende Konzepte nicht bekannt. Eine entsprechende Anfrage für den Rat in Salzgitter ist bereits in Bearbeitung. In Wolfenbüttel habe ich eine Anfrage an die grüne Ratsfraktion gerichtet. Zugleich war ich wieder einmal enttäuscht und wütend wegen einer Bundes- und Landespolitik, die unsere Region seit Jahrzehnten weitgehend allein lässt mit Atommüll, der hier gar nicht produziert wurde!

Daher freue ich mich u. a. über die Initiative von BUND, NABU und dem Bündnis „Salzgitter gegen Konrad“: Sie alle haben Umweltminister Olaf Lies im Mai 2021 per Antrag aufgefordert, die Genehmigung für Konrad zurückzunehmen.