Apothekenbesuch in Wolfenbüttel

Vor kurzem habe ich die Apothekerin Susanne Hille besucht. Zusammen mit Annette Werthmann gehört ihr die Wolf Apotheke in Wolfenbüttel. Frau Hille ist seit 28 Jahren Apothekenbesitzerin und nach meinem Eindruck sehr gerne. Während ihres langen Berufslebens hat sie viele Gesundheitsreformen und technologische Weiterentwicklungen mitgemacht.

Infrastrukturell wirkt sich die Digitalisierung auch auf ihre Apotheke aus. Zugleich nimmt die Konkurrenz durch Online-Apotheken stark zu. Die Corona-Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt. Einerseits. Andererseits schätzen viele Kund*innen die persönliche Beratung in der Apotheke. Wer sich gut aufgehoben fühlt, wird bekanntlich schneller wieder gesund. Die offene und persönliche Kommunikation schätzen viele Kund*innen sehr.

Ich war davon beeindruckt, wieviel bürokratischer Aufwand im Hintergrund zu erledigen ist: Zu nennen ist hier zum einen die Dokumentationspflicht. Hinzu kommt wegen E-Health der Datenspeicheraufwand. Damit einher gehen die Aufwendungen für den Datenschutz. Die Installierung von QM-Systemen ist ebenfalls Standard: All das kostet Geld und Personal.

Ich persönlich profitiere eigentlich immer von der Beratung in „traditionellen“ Apotheken. Im Bundestag werde ich mich ggf. für den Erhalt der Apotheke vor Ort einsetzen. Allein schon wegen ihrer Funktion für die gesundheitliche Prävention, bei der das persönliche Gespräch eine wichtige Rolle spielt.