3. März – Tag des Artenschutzes

Weltweit hat das Artensterben dramatisch zugenommen, es betrifft auch die Insektenwelt. Daher hatte im Sommer 2020 das Bundesumweltministerium den Entwurf eines Insektenschutzgesetzes vorgelegt, der kontrovers diskutiert wurde. Am 10. Februar 2021 hat das Bundeskabinett nach langem Ringen das „Insektenschutzpaket“ beschlossen. Es besteht aus dem Insektenschutzgesetz (ISG) des Bundesumweltministeriums und der Pflanzenschutzanwendungsverordnung (PfSchAnwV), für sie ist das Bundeslandwirtschaftsministeriums zuständig (u. a. darf der umweltschädliche Unkrautvernichter Glyphosat nur noch bis 2024 eingesetzt werden). Geregelt wird zudem der eingeschränkte Einsatz von Herbiziden und Insektiziden in bestimmten Schutzgebieten und in Gewässernähe. Umweltschutzverbände wie der NABU bezeichnen das Insektenschutzpaket als ersten Schritt, dem weitere folgen müssen. Diesem Fazit kann ich mich als Bundestagskandidatin voll anschließen. Auch aus ökonomischer Perspektive halte ich Nachbesserungen für sehr relevant: Der Verlust von Bestäuberinsekten bedroht laut der Studie des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) von 2019 die Nahrungsmittelproduktion weltweit schätzungsweise im Wert von mindestens 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr. Auch unsere Region wird von dieser Entwicklung mehr oder minder betroffen sein.

Insgesamt gesehen sollte der Pestizideinsatz weiter eingeschränkt werden: in Schutzgebieten, städtischen Anlagen und auch in Gärten. Allein im Hinblick auf den Wasserschutz müssten Ackergifte eigentlich verboten werden, so das Fazit des Umweltinstituts München 2019. Schließlich ist Wasser unser wichtigstes Grundnahrungsmittel!

Autorin: Claudia Bei der Wieden

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.